Bootsmotor verunreinigt Gewässer

Gewässerschaden durch Motorboote, Bootsmotoren, selten aber teuer
Bootsmotoren und Öl können Gewässer verunreinigenEs kommt nicht häufig vor, doch wenn es passiert, kann es richtig teuer werden. Dünn wurde die Außenwand des holländischen Stahlbootes und eines Nachts sank das gute Stück. Es blieb Verwunderung und eine große Öllache an der Wasseroberfläche.
Noch bevor der schnell alarmierte aber gleichermaßen hilflose Eigner am Hafenbecken erschien, hatte andere Beobachter die örtliche Feuerwehr informiert. Es folgt das für diese Fälle übliche Standardprogramm mit mehreren Mannschaftswägen, Booten, Pumpen, Ölsperre und späterer Ölentsorgung durch einen Fachbetrieb. Zudem kann die Polizei wegen des Verdachtes der Gewässerverunreinigung ermitteln. Dass damit nicht zu spaßen ist, zeigt ein Blick ins Strafgesetzbuch, § 324. Bei fahrlässiger Gewässerverunreinigung sieht das Gesetz neben Geldstrafen sogar Freiheitsstrafen vor.

Die Rechnung der Gemeinde folgte bald, in Höhe vom mehreren 1000 EUR. Berechtigt oder nicht, wer so ein Schreiben von Amts wegen bekommt, hat wenig Alternativen. Wer nicht versichert ist, bezahlt den Schaden selbst. Wer eine gute Bootshaftpflicht besitzt, reicht den Schaden bei seiner Bootsversicherung ein.

Dort ist es unter den Fachbegriff  “Veränderung eines Gewässers” versichert. Auch wenn derartige Schäden nur selten auftreten, dieses Risiko sollte man nicht eingehen. Besonders kritisch wird es im Bereich Wasserschutzgebiet, Trinkwasserversorgung.

Die folgenden Beispiele veranschaulichen den realen Verlauf solcher Ereignisse.